Greenpeaceaktion gegen Braunkohlekraftwerk
Seit Montag halten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace einen Baukran am sächsischen Braunkohlekraftwerk Boxberg besetzt. Dort errichtet Vattenfall Europe, der drittgrößte Energieversorger Deutschlands, am Standorte eines existierenden Kraftwerks einen vierten Kohleblock zu errichten.

Das Kraftwerk Boxberg mit Baustelle und Kran. (Foto: Reimer)
In einem Appell an Konzernchef Lars Josefsson, der zugleich "Klimaberater" von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist, fordert Greenpeace einen Baustopp "Vattenfal präsentiert sich der Öffentlichkeit als Unternehmen, das Klimaschutz ernst nimmt", kritisierte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Aber kein anderer Stromversorger setzt bei seinem Energiemix so stark auf Braunkohle. 63 Prozent seines Stroms produziert mit ineffizienter Braunkohle."
Die Energiekonzerne in Deutschland wollen nach Erhebungen von Greenpeace in den nächsten Jahren 25 Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 23.000 Megawatt bauen, darunter drei besonders klimaschädliche Braunkohlekraftwerke. Kein anderes Industrieland verfeuert so viel klimaschädliche Braunkohle wie Deutschland. Erst vergangene Woche hatte der Umweltverband beim Regierungspräsidium Dresden wegen "neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse" zum Klimawandel den Widerruf der Baugenehmigung für das Kraftwerk beantragt. (Presseerklärung hier).
klimaretter.info/alf
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