Klima-Alarm in Bonn
Ohrenbetäubendes Sirenengeheul vor dem Konferenzzentrum im Bonner Hotel Maritim: Greenpeace-Aktivisten schlagen Alarm und fordern von EU und USA, ihre Blockade gegen ein ambitioniertes Klimaschutzabkommen aufzugeben .
Klimaverhandlungen sind kein Beamten-Mikado nach dem Motto: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren, sagen die Aktivisten. Einige Länder hätten offensichtlich kein Interesse, den Klimawandel aufzuhalten: „Die USA, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada stellen ihre eigenen Interessen vor die Interessen des gesamten Planeten", sagt Greenpeace-Klimaexpertin Corinna Hölzel. Mit dem Klima-Alarm sollen die Delegierten erinnert werden, dass ohne starke Reduktionsziele und Zusagen zu Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in den Entwicklungsländern kein Kopenhagen-Abkommen zustande kommen wird.
Auch die EU sei gefragt, beim Klimaschutz Initiative zu übernehmen. Auf dem Finanzministertreffen wurden Anfang dieser Woche keine konkreten Summen für den Klimaschutz festgelegt . Europa dürfe nicht weiterhin auf der Zuschauerbank sitzen und zusehen, wie die anderen Industrieländer die Hoffnung auf ein gutes Klimaabkommen in Kopenhagen verspielen, so Hölzel.
FOTO: KARSTEN SMID/GREENPEACE
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