Zukunftsvisionen in Königs Wusterhausen
Donnerstag, 22. Januar - vierter Tourstopp in Königs Wusterhausen
aufgeschrieben von Björn Meyer und Stefan Schneider
Der Tag fängt schön an, die Sonne scheint, es ist wärmer als sonst - aber kurz vor der Abfahrt will der Transporter einfach keinen Gang mehr einlegen. Nach dem morgendlichen Umladefrühsport kommt Runde zwei - alles wieder zurück in den Hänger. Nach Königs Wusterhausen kommt unsere wertvolle Dino-Fracht trotz Berufsverkehr dann doch noch einigermaßen pünklich.
Ab da läuft es wie geschmiert: Der Kohlosaurus breitet sich auf dem Platz in der Bahnhofsstraße vor dem Brunnen aus und vertreibt die ständig dort wendenden Autos. Um 13:50 Uhr ist alles fertig und wir bereit.
Einen Überraschungsbesuch beschert uns heute Bürgermeister Stefan Ludwig (Die Linke). Und lässt sich sogar dazu bewegen, ein paar Worte zum Volksbegehren zu sagen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, herauszuhören wo Herr Ludwig steht:
Es ginge ja schließlich auch um Geld und viele würden von der Kohle nun einmal leben, argumentiert der Bürgermeister. Und früher, da war alles noch viel viel schlimmer: Als in Königs Wusterhausener Wohnungen noch mit Kohle geheizt wurde nämlich, und nicht mit Gasheizungen... Nach dem Rückblick folgt aber zum Glück auch die Zukunftsvision: Dass der Braunkohletagebau nämlich nicht auch, sondern vor allem Nachteile mit sich bringt, hat auch Ludwig verstanden, denn auch auch unter Königs Wusterhausen liegen weitere Braunkohleflöze. Man müsse seinen Kindern und Kindeskindern schließlich eine Welt hinterlassen, in der nicht gewütet wurde wie mit einem Kohlebagger meint der Bürgermeister - Nicht wörtlich, aber doch sinngemäß wiedergegeben. Und in jedem Fall willkommene Unterstützung für das Volksbegehren!
Das spornt auch den Kohlosaurus an: Er wehrt sich mürrisch gegen den
Kohlehaufen. Dennoch, friss und stirb! Das Resultat des Kohleverzehrs
kennen wir ja bereits: CO2 steigt als schwarze Ballons getarnt
in die Lüfte über Königs Wusterhausen. Bei der Aktion gibt es ein Opfer zu beklagen: der
Dino hat Jan am Arm erwischt. Einen Saurier zu bändigen ist halt
nicht leicht... Nach vielen interessanten und oft auch kontroversen Gesprächen mit Passanten gibt sich der Dino
einen Ruck - und verschwindet so schnell wie er gekommen war.
Zurück in Potsdam versorgen Roland und Steffen den ganglosen Transporter. Wiedermal eine Autoreparatur - same procedure as every day - zumindest was das betrifft...
Noch 18 Tage Volksbegehren
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