Frühstück in Kashgar
Station 6: nach 29 Tagen, mehr als 6.000 Kilometern und einer mühsamen Querung des Tienschan entpannen in der Oase. Kashgar in Chinas Provinz Xingjang
Ein Frühstück in Kashgar lockt als Belohnung. Nicht mehr. Vor allem aber: Nicht weniger. Denn Kashgar ist der sagenhafteste Schmelztiegel, den Zentral-Asien zu bieten hat. Früher war Kashgar, die westlichste Stadt des heutigen Chinas, Zentrum der Seidenstraße. Hongkong, Rom, Peking, Aleppo, Karatschi - welchen Weg die Karawanen auch nahmen – alle mussten sie durch Kashgar. Und alle frühstückten hier ausgiebig: Die einen, weil sie den schweren Weg über das „Himmelsgebirge“, den Tienschan, oder über den Pamir, das „Dach der Welt“ in Richtung Mittelmeer noch vor sich – die anderen, weil sie den Rückweg überlebt hatten.
„Kashi“, wie die Chinesen Kashgar nennen, soll heute um die drei Millionen Einwohner haben. Die wenigsten sind allerdings Chinesen: Kirgisen, Uiguren, Tadschiken und Usbeken stellen die Mehrheit.Neben den Chinesen gibt es Pakistani, Dunganen, Kasachen, Paschtunen, Kiptschaken. Es gibt Moslems, Buddisten, Manichisten, Christen, Nestroianer, Kommunisten. Und so viele Kulturen, so viele Religionen sich hier finden, so viele Küchen gibt es auch.
Frühstück in Kashgar, das ist pakistanischer Spinat, kirgisitanischer Lewan, den safrangegerbten Pilaus-Reis der Uiguren, tadschikischer Salat oder chinesische Nudeln. Frühstück in Kashgar bedeutet frische Feigen, Granatäpfel, jede Menge Gemüse, feines Hammelfleisch, Tofu oder in Teigtaschen gegarte Pastete. Welch ein Unterschied zur Bordverpflegung, die es im Flugzeug auf dem Weg nach Bali gegeben hätte!
Frühstück in Kashgar ist zwischen 8 und 10 Uhr, sagt die Dame an der Rezeption. Entsetzt starren wir am nächsten Morgen, Punkt neun Uhr, auf ein radikal geleertes Buffet. Anders als auf der Straße gilt auch in Kashgars Hotels die landesweit offizielle „Peking-Zeit“. In Peking ist es jetzt schon 11 Uhr.
Die Schlagzeilen um 10 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Kommentar
Keine Blackout-Angst Der Winter ist kalt und das Stromnetz bleibt stabil - die Energiewende führt nicht zum befürchteten Blackout.Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Meinungen: Überraschung der Woche
Transparenz, EEG und die Ananas des Herrn Großmann Kalenderwoche 5: Was steckt hinter dem Solarbashing des Wirtschaftsministers?, fragt sich Matthias Willenbacher, Gründer des Unternehmens juwi und Mit-Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]
Jahresrückblick
2011: Das Jahr der Rekorde
Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Hamburger Mucken auf. Neuer Schmelzrekord in der Aktis, neuer Emissionsrekord in der Atmosphäre und so viel Flugpassagiere wie noch nie - der Jahresrückblick 2011. [mehr]
Aktion des Monats In den USA formieren sich Lobbyisten nachdem US-Behörden dem Gitarrenbauer Gibson die Einfuhr von illegalen Tropenhölzern nachweisen konnten. Vorn dabei: Die rechtskonservative Tea Party. Gemeinsam wollen diese das Lacey-Gesetz, dass den Import der Tropenhölzer für illegal erklärt, kippen. [mehr] | Durban 2011 Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen. [mehr] |
Neue Klimaretter-Serie
Die Gesetze der Energiewende
Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | In eigener Sache Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann unterstützen Sie uns, denn unabhängiger Journalismus kostet Geld. Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Fritz Vahrenholt (RWE): Kalter Kaffee zur Sonne
Der kommende Montag wird die Welt erschüttern, zumindest die der Klimaforschung. Das verheißt jedenfalls eine aktuelle Verlagsankündigung: Donnerwetter! Tausende IPCC-Wissenschaftler sind komplette Versager!! Der Klimawandel ist längst gestoppt!!! Die Ozeane und die Sonne waren schuld daran!!!! Puh, da hat die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13






