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Der klimaretter.info-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen, obwohl Sie wissen, wie klimaschädlich das ist? Doch wieder gezweifelt an der ganzen "Klima-Panikmache"? Schade. Aber, das Gefühl kennen wir alle – einen guten Vorsatz haben und diesem dann doch untreu zu werden. Wie sagte doch der grüne Umweltexperte Reinhard Loske: "Wenn Strukturen bestimmte Lebensweisen nahelegen, dann braucht man fast einen Heiligenschein, um anders zu handeln." Beichten im klimaretter.info-Beichtstuhl: Hier 2009 im Berliner Hebbel-Theater. Sie brauchen sich aber nicht zu bewegen – beichten können Sie auch online. (Fotos: Messina/Reimer)Fehler zu (be)kennen ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich und anderen Klimarettern, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl"! Nun sind wir hier nicht in der Kirche. Aber die beste Buße, die man für seine Sünde tun kann, ist wahrscheinlich, bei der Änderung der Strukturen mitzumachen. Also: Ändern, was Sie und andere immer wieder dazu verleitet, Klimafrevler zu werden. Gehen Sie also nach der Beichte gleich weiter zu unserer "Aktion des Monats"!
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Die jüngsten Beichten:
Ernährungsgewohnheiten
Ich esse zu oft und zu viel Fleisch, trinke viel Kaffee – obwohl mir die Klimabilanz beider Verhaltenweisen bewusst ist. Substitution (lokal erzeugtes Fleisch, Bio-Fairtrade-Kaffee) hilft nur bedingt, letztlich weiß ich, dass nur eine Gewohnheitsumstellung nachhaltig funktioniert. Und trotzdem schiebe ich diese Umstellung vor mir her ... weil ich den Genuss von Fleisch und Kaffee einfach liebe.
Ich liebe meine Autos
... und ich fahre sie leidenschaftlich gern. Auch auf Umwegen, einfach weil ich gerne Auto fahre. Ob es hilft/reicht auf der anderen Seite auf Produkte aus der Region zu achten, Ökostrom zu beziehen, lieber auf Qualität statt auf Geiz ist Geil zu setzen, etc.?
PS3
Ich esse kein Fleisch, habe auf Ökostrom umgestellt und fahre kein Auto, aber eine Sache muss ich mir des öfteren gönnen: der Stromschlucker PS3!
ohne Energieberatung
… besitze kein Auto, keinen Kühlschrank, wasche mein Zeugs ohne Waschmaschine im wöchentlichen Badewasser, weil ich bei Energiesparlampenlicht nicht gut sehe, sitze ich allerdings, wenn auch in einem von Sarrazin empfohlenen Pullover (leider von KiK), leider schon wieder an dieser energiefressenden Kiste, und GANZ SCHLIMM: ich hab noch keine Energieberatung in Anspruch genommen. Ich bin Grundsicherungsrentnerin und schäme mich in dieser schäbigen Abhängigkeit vor den nachfolgenden Generationen, aber noch mehr und zutiefst vor unserem Bundesumweltminister, dass ich bei Anbruch der Dunkelheit nicht gleich schlafen gegangen bin.
rumgeflogen
Ja, ich habe es getan. Und sogar schon zweimal dieses Jahr. Kurzstreckenflüge innerhalb Europas, weil ich mal ein Wochenende weg wollte und nur ach so wenig Zeit habe. Schäm...
ich habe einen Hund und schaffe mir ein Auto an Punkt!
Es ist einfach zu teuer, das wohlerzogene Mausi mit in den Zug zu nehmen, drei Jahre lang habe ich einen Hund, der laut Rassenbeschreibung misstrauisch gegenüber Fremden ist, S-Bahnen zugemutet, aus der ich sie raustragen musste, weil wir uns nicht mehr bewegen konnten, keinen Liegeplatzlatz im knallvollen Schülerbus zwischen Potsdam und Dobbrikow, eine 12 Stunden-Reise nach Dänemark im Zug, Mausi leidet und ich bleche für Leistungen, die nicht gebracht werden. die Mitfahrerfahrkarten, Rabatte etc. gelten nämlich nicht, es ist immer der volle halbe Fahrpreis zu zahlen, egal, was es sonst noch für Ermäßigungen gibt. Hunde haben übrigens keinen Anspruch auf einen Sitz-, Liege- oder sonstigen Platz. Auch wenn der Zug schon 40 min nach Abfahrtsdatum immer noch nicht fährt, werden die Fahrkarten aller Beteiligten kontrolliert. Danke! Dann sponsere ich lieber den Bundeshaushalt über den Spritpreis und die Brandenburger Gemeinden über die Strafmandate. 20 Jahre lang hab ich an die Lenkungswirkung von Umweltsteuern und die Umweltfreundlichkeit der Bahn geglaubt und bin nie Auto gefahren. Jetzt nehme ich jede Dreckschleuder, Hauptsache bequem!
Einwegwindeln
ok, Einwegwindeln das ist schwierig. Einerseits finde ich alles andere unzumutbar, andererseits ist es eine Riesenhaufen kontaminierter Zellstoff.
Ich finde, das sollte mal eine Planungszelle erörtern!
www.planungszelle.de
Ressourcen sparen
Jeder muss für sich selbst entscheiden wo er seine Grenze zieht zwischen einem würdigen Dasein und überflüssigem Luxus. Wenn wir uns darauf einigen die Biosphäre nicht durch unverhältnismäßig viele Emissionen unnötig zu verändern und nur so viel Ressourcen nutzen wie wir für ein bescheidenes aber zufriedenes Leben brauchen, muss kein schlechtes Gewissen aufkommen. Es gibt genug Gründe, fossile Energieträger zu schonen und eine vernünftige Energiewende durchzuführen. Sollte eine Kaltphase kommen werden nachfolgende Generationen froh darüber sein, wenn wir ihnen noch Erdöl, Kohle und Gas übrig gelassen haben. Das wir ausgerechnet in unserer Warmphase so viel davon verbrennen ist eine Schande. Unsere Enkel werden uns noch verfluchen, wenn sie frierend auf uns und unser Handeln zurückblicken.
Ich bin auch Fahrstuhl gefahren
...und werde es wohl leider wieder tun.
Probleme mit dem Auto
Ich versuche in allen Bereichen klimafreundlich und sparsam zu agieren. Allein im Bereich Auto komme ich nicht klar. Hatte jetzt die Gelegenheit eine Mercedes S-Klasse 500 mit irgendwie 400 PS billigst von einem Onkel zu übernehmen. Jetzt fahre ich das Ding und finde es einerseits geil und schäme mich andererseits. Habe mir fest vorgenommen, auf Flüssiggas umzustellen.
Atmosfair
Hab vergessen meine Atmosfair-Beiträge fürs letzte Jahr zu zahlen. (www.atmosfair.de) Obwohl ich doch jedem Kritiker meiner Flugmeilen 2011 entgegnete: "Ich fliege mit atmosfair fair!"
Radeberg
ich sauf zu viel. Also Bier. Und das kommt nich mal eben um die Ecke, sondern aus Radeberg!!
einwegwindeln
ich bin seit ein paar monaten vater und, tja, hab es echt nicht geschafft, mit diesen baumwollwindeln klarzukommen. die saugen einfach nicht so gut, wie papierdinger a la pampers. und sind viel dicker, babies können damit einfach nicht so gut krabbeln. ist jedenfalls mein eindruck. deshalb produziere ich (bzw. mein balg) jetzt jede woche zwei mülltüten volle wegwerfwindeln. tut mir leid, aber ich versuchs mit anderen dingen wieder gutzumachen...
2 Computer, den ganzen Tag
Und schon wieder habe ich´s getan. Ein PC zum arbeiten und der andere für die Musik. Dabei könnte man die Musik ja auch am ersten anmachen. Aber die guten Boxen hängen nun mal am zweiten Rechner, also lief der wiedermal den ganzen Tag durch... Was das wieder an Strom verbraucht hat...
ich bin Fahrstuhl gefahren
obwohl das klimaschädlich, unnütz und faul ist. Außerdem macht es perspektivisch fett und feist. Aber die Frau am Fahrstuhl war derartig schön, dass ich einfach nicht wiederstehen konnte, völlig sinnlos bis in den 9. Stock zu fahren (dann ist sie ausgestiegen). Geholfen hat es nichts. Bin dann vom 9. Stock in meinen 3. wenigstens die Treppen...
Die Schlagzeilen um 00 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Überraschung der Woche
Versagen beim Klimaschutz, Klimaskeptiker und Justin Biebers AffeKalenderwoche 21: Die Klimapolitik ist im Niedergang, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker, Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings und Mitherausgeber von klimaretter.info. Die Industriestaaten begeben sich in Geiselhaft ominöser Märkte. [mehr...]
Meinungen: Kommentar
Informationen sind keine BloßstellungDas Umweltbundesamt hat eine Broschüre zur Debatte um den Klimawandel veröffentlicht und dabei auch bekannte Klima"skeptiker" namentlich genannt. Seitdem ist der Teufel los. Von "Übereifer" des UBA ist die Rede und von "Bloßstellung", das Amt wird gar mit der Reichskulturkammer der Nazis verglichen. Geht's noch?
Ein Kommentar von Verena Kern [mehr...]
Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl
Im Herbst wird gewählt. Was erhoffen Sie sich für die Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Außerdem verlosen wir drei Bücher "Wir Klimaretter. So ist die Wende noch zu schaffen." Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]
Die Debatte zur Zukunft des EEG Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...] | Umweltzerstörer nach Den Haag! Extreme Umweltzerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammenleben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr] |
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Deutsche Post: Ein Trick namens RECS
Die Zeiten, in denen die Deutsche Post noch die Deusche Post war, sind längst vorbei. Heute heißt die Deutsche Post DHL und ist nicht mehr einfach nur der Arbeitgeber für die Postboten, sondern – Eigenwerbung – „der weltweit führende Post-[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


