Staatschefs: Beim Klimaschutz im roten Bereich
Ins Schwarze, pardon ins Grüne trifft keiner von ihnen. Auf einem Dartbrett von Greenpeace Frankreich finden sich derzeit einige der prominentesten Staats- und Regierungschefs aufgespießt. Je besser im Klimaschutz, desto näher am Bullseye, also dem Mittelpunkt der Scheibe. Speziell die Staatslenker der Industrieländer liegen jedoch teils stark daneben.

Armer Barrack Obama - nicht einmal für den roten Bereich haben seine Klimaschutzbemühungen gereicht. (Foto: Screenshot/Greenpeace France)
"Leader ou Loser?" nennt sich die witzige Online-Informationsgrafik der Umweltorganisation. Klickt man einen der Politikerköpfe am Rand, wird er umgehend ans Dartboard gespießt. Die Einschätzung der klimapolitischen Rolle des jeweiligen Staatslenkers in Sachen UN-Verhandlungen auf dem Weg nach Kopenhagen gibt es gleich dazu.
Miserabel schneidet US-Präsident Barrack Obama ab: Er wird als würdiger Bush-Nachfolger bezeichnet. Der Vorwurf an den größten Loser in Sachen Klimaschutz-Spitzen: Seine "business-as-usual"- Attitüde. Er landet dafür komplett neben dem Dartboard.
Im roten Bereich am äußeren Rand tummeln sich die Köpfe von Ländern wie Deutschland und Polen: Angela Merkel auch Donald Tusk wird vorgeworfen, im Vorlauf zu den Klimaverhandlungen von Kopenhagen keine konkreten Hilfszusagen an die Entwicklungsländer gemacht zu haben. Auch auf den französischen Staatschef Nicolas Sarkozy trifft man hier: Der sei hemmungsloser Atomlobbyist. Dem Spanier Zapatero wird die Subventionierung der heimischen Kohleindustrie angekreidet. – dafür landet er ebenfalls weitab des Solls.
Irgendwo zwischen Leader und Loser finden sich der chinesische Staatspräsident Ju Hintao für die Fortschritte Chinas in Sachen erneuerbare Energien, Indiens Premier Manhoman Singh für die Bereitschaft zu weiteren Klimaschutz-Maßnahmen einzuleiten und Brasiliens Präsident Luis Inacio Lula da Silva für die Ankündigung, die Entwaldungsrate bis 2020 um 80 Prozent zu senken.
Gut steht nur einer da - und das leider auch nur auf dem Dartboard der Leader und Loser: Der Staatschef der pazifischen Inselgruppe Tuvalu Apisai Ielemia belegt symbolisch Platz eins. Tuvalus Atolle werden bei steigendem Meersspiegel zu den ersten gehören, die untergehen.
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