Kohlekraftwerk Datteln stoppen
Vor zwei Jahren hat das Oberverwaltungsgericht Münster den Neubau des Kohlekraftwerks Datteln 4 nach einer Klage von Anwohnern gestoppt. Eon habe beim Bau eine ganze Reihe von Vorschriften mißachtet, das Gericht hob die Genehmigung für den Bau auf. So sei Natur- und Landschaftsschutz unzureichend berücksichtigt worden, die Abstände zu Wohnsiedlungen seien unzureichend und das Kraftwerk verstoße gegen Klimaschutzziele im Landesentwicklungsplan. Doch trotz fehlender Genehmigung hat Eon mit Unterstützung der Gemeinde Datteln und der Regionalversammlung das Kraftwerk Schritt für Schritt weitergebaut. Zeitgleich wird versucht, das Kohlekraftwerk nachträglich zu legalisieren.

Schwarzbau Kohlekraftwerk Datteln: "Rechtswidrig". (Foto: Die Klima-Allianz)
Am Standort Datteln baut Eon seit 2007 ein neues Kohlekraftwerk, welches, falls es fertiggestellt wird, mit 1.050 Megawatt Europas größter Steinkohleblock wäre. Mit sechs Millionen Tonnen Kohlendioxidausstoß pro Jahr soll hier ein wahrer Klimakiller gebaut werden. Seit dem Klageerfolg 2009 ist die Zukunft des Kraftwerksrohbaus unklar.
Für die nachträgliche Legalisierung von Datteln 4 ein sogenanntes Regionalplan-Änderungsverfahren notwendig - und gegen das können jetzt Einwendungen erhoben werden. Die Klima-Allianz, die Deutsche Umwelthilfe und der BUND rufen dazu auf, beim Regionalverband Ruhr Stellungnahmen gegen das Kraftwerk einzureichen. Hierzu stehen Unterschriftenlisten bereit, die sich jeder ausdrucken und abschicken kann. Machen Sie mit!
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