Petition: Keine Subventionen mehr für Atomkraft!
Atomkraft sei billig, versuchen Energiekonzerne und konservative Politiker der Öffentlichkeit derzeit wieder zu suggerieren. Richtig daran ist, dass der Betrieb von Akw ein prima Geschäft ist - für die Betreiber. Der Staat erlaubt ihnen nämlich nicht nur, hohe steuerfreie Rückstellungen zu bilden, sondern stellt sie auch noch vom größten Teil der Risiken eines Super-GAU frei. Und anders als andere Primärenergieträger wird Uran hierzulande nicht besteuert. Auf etwa 165 Milliarden Euro beziffert eine Untersuchung im Auftrag von Greenpeace die Steuervorteile und Subventionen, die hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten gewährt wurden.
Damit nicht genug. Die "Endlagerung" des strahlenden Abfalls, die bis heute völlig ungeklärt ist, wird weitere Milliardensummen verschlingen. Von mehr als 90 Milliarden weiteren Euro spricht hier die Greenpeace-Studie. Rechnete man alle Vorteile heraus, wäre Atomstrom um sechs Cent pro Kilowattstunde teurer - und sofort nicht mehr konkurrenzfähig. Als "größten Subventionsflopp aller Zeiten" bezeichnete das Greenpeace-Magazin den angeblich so günstigen Atomstrom.
Mit einer Petition an den Bundestag versuchen Umweltschützer, diese Bevorteilung der riskanten (und überflüssigen) Akw zu stoppen. "Der Deutsche Bundestag möge beschließen", heißt es darin, "dass die vollständigen Kosten, die primär und sekundär durch die Produktion von Strom aus Atomkraftwerken anfallen, vollständig von den produzierenden Kraftwerksbetreibern bzw. ihren betreibenden Unternehmen zu zahlen sind und Subventionen für Atomstrom als Energieproduktionsform einhergehend mit dieser Regelung vollständig entfallen."
Auf der Website des Deutschen Bundestages können Sie die Petition unterstützen. Klicken Sie HIER.
"Wenn Atomkraft in der Tat eine moderne, wirtschaftliche und günstige Stromherstellungsmethode darstellt, so braucht sie nicht stärker subventioniert werden, als andere Stromherstellungsmethoden", heißt es in der Begründung der Petition. "Die Anhänger der Atomkraft sollten den Mut und das Selbstvertrauen haben, dass diese Art der Stromherstellung finanziell auf eigenen Beinen stehen kann und dadurch Ihre eigene Glaubwürdigkeit erhöhen."
Foto: Thomas Einberger/Greenpeace (Aktion am Akw Isar)
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