Augen auf!
Es ist wieder so weit: Auch 2013 wird der Public Eye Award an die fiesesten Unternehmen des Jahres vergeben. Damit soll der Druck der Zivilgesellschaft auf Unternehmen erhöht werden, die durch unlautere Mittel besonders negativ auffallen. Nominiert sind sieben Konzerne: Alstom (Frankreich), Coal India (Indien), G4S (Großbritannien), Goldman Sachs (USA), Lonmin (Südafrika), Repower (Schweiz) und Shell (Niederlande). Die Abstimmung läuft online bis zum 23. Januar. Die Verleihung des Public Eye Award findet am 24. Januar auf einer internationalen Pressekonferenz in Davos zeitgleich zum World Economic Forum (WEF) statt.

Welches Unternehmen ist ihr "liebstes" und soll in die "Hall of Shame" einziehen?
Alstom: Energie- und Verkehrskonzern, der für Aufträge weltweit Politiker besticht und so wirtschaftliche Entwicklung verhindert.
Lonmin: Der südafrikanische Bergbauriese instrumentalisierte Polizei und Armee, um einen Streik zu brechen. Resultat: 44 Tote.
Shell: will in der höchst empfindlichen Arktis nach fossilen Brennstoffen suchen – die Risiken sind enorm.
G4S: ist weltgrößter privater Sicherheits-Dienstleister, in zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verwickelt.
Goldman Sachs: hat – gegen horrende Gebühren – Griechenlands Staatsschulden versteckt und das Land so in den Ruin getrieben.
Repower: Die Bevölkerung Kalabriens will kein Mega-Kohlekraftwerk vor der Haustür. Die Schweizer Repower AG baut's trotzdem.
Coal India: Der weltgrößte Kohleförderer vertreibt die Landbevölkerung aus ihrer Heimat. Allein 2010 starben in den Minen 205 Arbeiter.
Zur Abstimmung gehts hier lang: www.publiceye.ch
"Gewinner" der vergangenen Jahre waren Neste Oil, Roche, Areva, Novartis, Walt Disney, Wal Mart und andere.
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