Tea Party will Waldschutz kippen
Gitarren, Lieferdokumente und Tropenhölzer: Die amerikanischen Behörden fanden bei einer Durchsuchung des Gitarrenherstellers Gibson zahlreiche Beweise für die illegale Einfuhr von ebenso illegal geschlagenem Holz auf Madagaskar. Mit dem sogenannten "Lacey Gesetz", das den Import der Edelhölzer und gegebenenfalls die Beschlagnahmung vorsieht, hatte die USA einen großen Schritt in Richtung Waldschutz getan.
Nun formiert sich jedoch eine Front der Solidarität um Gibson. Lobbyisten, Konzerne und die rechtskonservative, republikanische Tea Party wollen das Gesetz nun kippen. Die Tea Party empört sich insbesondere über die Regulierungen und die Einmischung der Regierung und hatte sogar eine solidarische Kundgebung in Nashville, wo Gibson ansässig ist, abgehalten.

Der illegaler Holzeinschlag ist weltweit im Zuge des Lacey Gesetzes der USA, die über den größten internationalen Holzmarkt verfügen, zurückgegangen. (Foto: Christian Terietre/WWF)
"Die Regenwälder Madagaskars werden von Kriminellen geplündert, erklärt die Musikerin Razia aus Madagaskar. Sie hat kein Verständnis dafür, dass Gibson, der indonesische Konzern Asia Pulp and Paper (APP), andere Lobbyvereinigungen oder gar politische Bewegungen in die Bekämpfung eines solch bewährten Gesetzes investieren, als vielmehr dieses vorbildliche Gesetz einzuhalten.
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